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Wirksam aber anspruchsvoll: KI-Anwendungen für die Basisbildung

  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Im Projekt BaBiKI testet CONEDU gemeinsam mit Basisbildner*innen KI-Anwendungen für den Unterricht. Einige Entwicklungstreffen fanden bereits statt. Gegen Ende 2026 erscheint dazu eine Publikation mit Anleitungen und Empfehlungen.
Das Projekt BaBiKI entwickelt Kriterien für KI-Anwendungen in der Basisbildung und bereitet die Ergebnisse für die Praxis auf. (Foto: Robin Worrall auf Unsplash)
Das Projekt BaBiKI entwickelt Kriterien für KI-Anwendungen in der Basisbildung und bereitet die Ergebnisse für die Praxis auf. (Foto: Robin Worrall auf Unsplash)

Nicht jedes Tool eignet sich für die Basisbildung


Viele KI-Tools versprechen Unterstützung bei Aufgaben, die in der Basisbildung relevant sind. Doch ob ein Tool im Kursalltag wirklich hilfreich ist, zeigt sich erst in der Praxis. Deshalb ist es nun das Ziel des aktuellen Projekts BaBiKI, gemeinsam mit einer Entwicklungsgruppe aus erfahrenen Basisbildner*innen genau solche Anwendungen zu erproben. Für die Auswahl und Bewertung der Anwendungen wurde zu Beginn des Projekts eine Kriterienliste für KI-Tools in der Basisbildung entwickelt. Sie berücksichtigt verschiedene Aspekte. Einige davon sind für den Einsatz von KI generell relevant, andere beziehen sich spezifisch auf die Anforderungen der Basisbildung.


Erste Erkenntnisse zeigen Chancen und Hürden


Seit Februar 2026 haben bereits vier Entwicklungsphasen stattgefunden. Dabei wurden ausgewählte KI-Anwendungen vorgestellt, gemeinsam getestet und anschließend in Kurssettings mit Lernenden erprobt.


Dazu gehört das Vorlesen mit KI-Tools, der KI-Support beim Ausfüllen von Formularen, das KI-gestützte Vereinfachen von Inhalten, das Erzeugen von Hörtexten mit KI – und nebenbei auch das Übersetzen. Für alle diese Anwendungen gibt es geeignete KI-Lösungen, allerdings oft keine Einheitslösung, die für alle Teilnehmenden gleich gut passt. Hürden liegen bei den KI-Tools (rasche Veränderlichkeit, geringes Gratiskontingent, schwankende Qualität), den Teilnehmenden (veraltete Smartphones) oder den Anforderungen (viele davon erfordern ein Mindestmaß an digitalen Kompetenzen und Lesekompetenz auf Deutsch).


Dennoch zeigen sich vielversprechende Lösungen. Manche KI-Tools (wie z.B. Mistral Vibe) sind Allrounder (verlangen aber nach einem ausführlicheren Chat), andere (wie z.B. Google Lens) können mehrere Funktionen erfüllen, wieder andere (wie benutzerdefinierte GPTs) sind sehr spezifisch und unterstützen genau ein Einsatzfeld (erfordern aber dafür fast kein Prompting).

Teilnehmende übernehmen die getesteten Tools teilweise in ihren Alltag, und die Ergebnisse der Erprobungen wirken bereits in den beteiligten Einrichtungen nach. Im Herbst 2026 werden weitere Erprobungen zu den Kompetenzbereichen „Lernkompetenz“, „Mathematik“ und „Englisch“ folgen.


Publikation erscheint gegen Jahresende


Die Erfahrungen aus diesen Tests fließen direkt in eine Publikation ein, die gegen Jahresende veröffentlicht wird. Geplant ist ein praxisnaher Leitfaden für Basisbildner*innen. Er wird konkrete Einsatzszenarien, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Hinweise zu Datenschutz und Urheberrecht sowie Bewertungen der getesteten Anwendungen enthalten.

Außerdem soll die Publikation zeigen, wie Basisbildner*innen KI-Anwendungen begründet auswählen, sicher einsetzen und didaktisch sinnvoll in den Unterricht integrieren können.


Über das Projekt


Das Projekt BABIKI – Basisbildung mit KI wird vom Institut CONEDU in Kooperation mit Anbietern der Basisbildung umgesetzt und vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung gefördert. Im Projektzeitraum von Februar bis Dezember 2026 werden KI-Anwendungen erprobt, die Lernende beim Erwerb grundlegender Kompetenzen unterstützen sollen. Die getesteten Anwendungen und Einsatzszenarien werden in einer Publikation mit Kriterien, Anleitungen und Empfehlungen für Basisbildner*innen aufbereitet.

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